Im Gespräch geblieben / SPD-Abgeordnete Gnadl und Pawlik treffen sich mit Betriebsrat von ContiTech Techno-Chemie GmbH in Karben

Natalie Pawlik und Lisa Gnadl mit dem Betriebsrat

Die Wetterauer Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl (SPD), die Bundestagsabgeordnete Natalie Pawlik (SPD), die Kreistagsabgeordnete Franziska Linhart und die beiden Vorsitzenden der SPD Karben Miriam Bickelhaupt und Benedict Heybeck sowie der Stadtverordnete Gerald Schulze trafen sich mit dem Betriebsratsvorsitzenden von ContiTech Peter Widera und dem ehemaligen Betriebsrat Peter Kopp. Der Austausch knüpfte an die vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Vergangenheit und an die letzten Gespräche an.


ContiTech Techno-Chemie produziert Schlauchleitungssysteme am Standort Karben, an dem knapp 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten, davon ca. 400 im Schichtbetrieb. In fast jedem Auto auf Deutschlands Straßen seien Teile von ContiTech verbaut. 2018 stand der Standort Karben vor massivem Personalabbau. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelang es, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ein Standortsicherungskonzept zu vereinbaren und in den Standort zu investieren, um das Werk fit für die Zukunft zu machen. Diese Vereinbarung, deren Einhaltung stetig überwacht wurde, läuft 2023 aus. Vor diesem Hintergrund fand das Treffen zwischen den Politikerinnen und Politikern und dem Betriebsrat statt.


„Insgesamt haben meine Kolleginnen und Kollegen 20 Millionen Euro eingebracht. Sie haben mehr gearbeitet, auf Zahlungen verzichtet und mache Stellen wurden nicht neu besetzt. Dafür hat das Unternehmen in Anlagen und Maschinen investiert. Der Gesprächsfaden, der zum Erhalt der Arbeitsplätze wirklich beigetragen hat, ist nie abgerissen. Ich freue mich deshalb, dass wir schon zu Beginn der Tarifverhandlungen miteinander sprechen, denn der Standortsicherungsvertrag läuft 2023 aus. Trotz der Tatsache, dass Continental in den vergangenen Monaten viele Standorte geschlossen hat, sind wir optimistisch gute Abschlüsse zu erzielen“, erinnerte Peter Widera an die vielen Zugeständnisse, die die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die Standortsicherung auf sich genommen haben.


Auch die SPD-Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl ließ die Situation vor vier Jahren Revue passieren. „Ich kann mich gut daran erinnern, wie sich die SPD Landtagsfraktion mit dem damaligen Fraktionsvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel für den Erhalt der Arbeitsplätze eingesetzt hat. Der Betriebsrat lud Schäfer-Gümbel sogar als beratenden Sachverständigen ein. Es waren harte Auseinandersetzungen, aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten sich auf die Solidarität der ganzen Region verlassen“, betonte Gnadl. Als arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion stehe sie gerne bei jedem Arbeitskampf am Werktor und setze sich für den Erhalt der Arbeitsplätze ein. Anders als der hessische Wirtschaftsminister, der nach eigener Auskunft dafür keine Zeit habe.

 

Auch die direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Natalie Pawlik schloss sich damals den Demonstrierenden an. Heute kämpfe sie auch in Berlin dafür, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der sich verändernden Arbeitswelt nicht alleine gelassen werden. „Die betriebliche Mitbestimmung in Unternehmen ist ein wesentlicher Baustein für die wirtschaftliche Stärke Deutschlands. Denn es sind die Beschäftigten, die den Laden am Laufen halten! Ein gut funktionierendes Unternehmen zeichnet sich immer auch durch einen starken Betriebsrat und durch aktive Mitbestimmungsstrukturen aus. Wir werden im Bundestag Regelungen dafür schaffen, dass Betriebsräte auch in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt eine starke Stimme für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Betrieb sein können. Die Digitalisierung der Arbeitswelt verändert zudem auch viele Berufsfelder und Tätigkeiten in den Betrieben. Damit davon niemand abgehängt wird, arbeiten wir im Bundestag daran, Qualifizierung und Weiterbildung während des Erwerbslebens zu stärken. Deutschland soll Weiterbildungsrepublik werden. Davon profitieren auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Conti genauso wie viele Menschen aus der Wetterau“, erläuterte Pawlik die Vorhaben der SPD-Bundestagsfraktion, um in einer digitalisierten Arbeitswelt den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern den Rücken zu stärken.


„Die Menschen in Karben kennen Continental als großen Arbeitgeber für die ganze Region, aber auch als wichtigen Gewerbesteuerzahler. Wir stehen daher auch in der Kommunalpolitik fest hinter den Beschäftigten von ContiTech. Denn wir sind nicht nur für Fotos da, sondern freuen uns, den Betriebsrat zu unterstützen wo wir nur können“, ergänzten Bickelhaupt und Heybeck.     


„Wir stehen an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von ContiTech! Wir wünschen dem Betriebsrat alles Gute für die anstehende Verhandlung und einen guten Abschluss für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, bekräftigten die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten abschließend gemeinsam.

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